Snowboard-Bindung Auf den richtigen Winkel kommt es an

Snowboard Beinstellung

Besonders für Anfänger ist es wichtig, dass das Snowboarden sofort Spaß macht. Ist dies nicht der Fall, landet das Snowboard häufig in der Ecke und man greift doch wieder lieber zu den Skiern. Falsch eingestellte Bindungen oder ein falsch gekaufter Snowboardtyp können eine solche Euphoriebremse sein. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Bindung richtig einstellen, um bequem und zugleich effizient auf dem Schnee zu surfen.

Snowboardbindung: Goofy vs. Regular

Am Anfang steht die Frage, ob Sie lieber mit dem rechten Fuß in Fahrtrichtung stehen möchten (Goofy) oder mit dem linken Fuß (Regular). Technisch ist beides machbar, nur hat jeder Mensch für gewöhnlich eine Präferenz. Wer Skateboard- oder Surf-Erfahrung hat, kennt seine Lieblingsstellung bereits. Alle anderen sollten sich an den Sportunterricht in der Schule erinnern und ihr Sprungbein vom Weitsprung, Hochsprung oder Basketball nach vorne stellen. Bei Rechtshändern ist dies oft das linke Bein, weswegen diese Position auf dem Board auch “Regular” genannt wird.

  • Der richtige Bindungswinkel
    Der Großteil der Snowboardgemeinde setzt auf ein Freestyleboard oder ein Freerideboard. Beide Typen werden üblicherweise mit Softboots gefahren. Für diese Kombination hat sich eine entenähnliche Stellung mit nach außen zeigenden Fußspitzen etabliert (Duckstance).

    Der Klassiker ist die Position, bei der beide Füße jeweils um 15 Grad nach außen gestellt werden (+15°/-15°). Die erste Zahl steht hierbei für den Winkel des Beins in Fahrtrichtung, die zweite gegen die Fahrtrichtung. +15°/-15° ist eine gute Orientierung, aber kein Muss-Wert. Individuell können Abweichungen um wenige Gradzahlen bereits ein besseres Gefühl auf dem Brett geben – und allein das ist entscheidend.

    Wie extrem Sie die Füße auseinanderstellen, hängt nicht zuletzt auch von ihrer Beweglichkeit in Beinen und Hüfte ab. Viele Snowboarder neigen daher dazu, beim hinteren Bein einen weniger extremen Winkel zu nutzen und “nur” mit -9° oder -12° zu fahren.

  • Vorteile des Duckstance
    Der “Entenstand” hat gleich mehrere Vorteile: Er entspricht eher der natürlichen Fußstellung als eine parallele Fußposition mit Blick in Fahrtrichtung (diese Position gilt bei Fahrten mit Hardboots heute noch als Standard). Weiterhin macht der Duckstance es gerade Anfängern leichter, in die Knie zu gehen und so Stabilität auf dem Board herzustellen. Zudem erleichtert diese Position das Schrägfahren und Abbremsen.
  • Breite des Bretts als limitierender Faktor
    Allerdings gibt es noch einen limitierenden Faktor: die Breite des Bretts. Je stumpfer der Bindungswinkel, desto mehr Fläche nimmt Ihr Schuh von der Breite des Boards ein. Bei großen Füßen ist daher ein spitzer Winkel oft ein Muss. Ragen die Boots nämlich vorne oder hinten über, führen Kurvenfahrten fast zwangsläufig zu Stürzen. Hier kann man beim natürlich auch beim Snowboardkauf Einfluss nehmen, indem man ein breiteres Modell wählt.
  • Der richtige Abstand zwischen den Bindungen
    Neben dem Winkel müssen Sie auch den richtigen Beinabstand (Stance) festlegen. Dieser hängt von Ihrer Körpergröße bzw. der Brettlänge ab. Als Faustregel gilt, die Körpergröße in Zentimetern durch drei zu teilen. Eine Körpergröße von 180 Zentimetern würde demnach einen Stance von 60 Zentimetern bedeuten. Wie beim Bindungswinkel ist diese Formel aber nur ein Wert zur Orientierung. Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren.
  • Zentral oder versetzt
    Auch die Position der Bindung auf dem Snowboard gilt es zu klären. Die gängige Wahl ist, einen möglichst zentralen Stand zu wählen. Wer jedoch beispielsweise häufig im Tiefschnee unterwegs ist, kann den Schwerpunkt auch Richtung Ende (Tail) verlagern, um die Spitze zu entlasten.
  • Bindungsmontage
    Sind alle Entscheidungen über Abstände und Winkel gefallen, geht es ans Fixieren der Bindungen. Dies wird oft bei Zimmertemperatur gemacht, deswegen ist der folgende Hinweis wichtig: Lassen Sie Ihr Brett nach der Montage ein paar Stunden in der Kälte stehen und ziehen Sie die Schrauben dann noch einmal nach. Erst dann sitzen sie richtig fest. Unterlegscheiben mit Einkerbungen geben zusätzliche Festigkeit.

Im kommenden Artikel geht es dann um Tipps zum Kauf von Snowboard, Bekleidung und Equipment (Bindungen, Snowboardschuhe etc.). Sollen Sie Fragen zu diesem Artikel haben können Sie diese gerne bei Facebook oder über die Kommentarfunktion stellen.

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