Personal Trainer: Wann lohnt sich ein Fitnesscoach?

Personal-Trainer-Ratgeber
  • Ein qualifizierter Personal Trainer kostet zwischen 70 und 150 Euro in der Stunde.
  • Neben der Begleitung des Trainings stellt ein privater Coach auch gerne einen umfangreichen Trainings- sowie Ernährungsplan auf.
  • Wer beruflich sehr eingespannt ist oder wem die Disziplin im Alltag fehlt, ist mit einem Personal Trainer gut beraten.

Viele Schauspieler, Musiker oder andere Prominente setzen auf den eigenen Personal Trainer. Aber wie sieht es abseits dieser Bereiche aus? Ist ein Personal Trainer auch für Normal- oder Besserverdiener erschwinglich?

In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Vorteile ein Personal Trainer mitbringt, wie Sie den passenden Coach finden und welche unterschiedlichen Trainer es gibt. Zusätzlich widmen wir uns der Ausbildung zum Fitnesstrainer und erklären, wie Sie selbst zum Personal Coach werden, falls Sie das Fitnessfieber gepackt hat.

1. Der eigene Personal Trainer – für viele bleibt dies ein Traum

alter mann dehnt sich neben fitnesstrainer in fitnessstudio

Ein Fitnesstrainer wird von sehr unterschiedlichen Menschen gesucht.

Ein guter Personal-Fitness-Coach bietet seine Dienste für recht stolze Summen an. Je nach Ausbildung und Qualifikation liegen die Stundentarife in Deutschland zwischen 70 und 150 Euro. Möchten Sie einen ganz speziellen privaten Fitnesstrainer, werden für das Coaching teils noch höhere Preise verlangt. Dies gilt insbesondere für die großen Städte München, Hamburg und Berlin.

Auf den ersten Blick sieht dies für die meisten Menschen recht happig an. Vergessen werden häufig jedoch die Kosten, die für die Anfahrt sowie die Vor- und Nachbereitung des Trainings anfallen.

Es gilt, Trainingspläne zu erstellen, ein individuelles Konzept für die Ernährung zu erarbeiten und gezielte Übungen für die speziellen Problemzonen auszuwählen. All dies kostet Zeit und damit letztlich Geld.

Zusätzlich muss jeder Personal Trainer in Vollzeit Steuern zahlen, eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen, die Ausrüstung fürs Training finanzieren sowie die Kosten diverser Weiterbildungen einkalkulieren. Betrachten Sie all dies zusammen, schrumpft das Gehalt für die Trainingsstunde schnell deutlich zusammen.

Achtung: Vor allem nebenberufliche Personal Trainer bieten ihre Dienste teils auch schon für 40 oder 50 Euro an. Häufig fehlt ihnen allerdings die entsprechende Qualifikation, sodass die Qualität des Trainings leidet.

2. Der Personal Trainer – mehr als nur ein Fitnessberater

mann trainiert mit personal coach auf wiese

Ein Personal Trainer unterstützt Sie bei der Motivation und Ausführung der Übungen.

Die Ziele der individuellen Betreuung gehen weit über den reinen Sport hinaus. Vielmehr verstehen sich Personal-Fitness-Coaches als Partner für die Gesundheit. Daher steht Ihnen ein Personal Trainer in der Regel nicht nur während der Trainingseinheit mit Rat und Tat zur Seite, sondern ist auch in der übrigen Zeit für Sie erreichbar.

Einen Trainingsplan können viele fitnessbegeisterte Menschen erstellen. Echte Motivation zu vermitteln ist jedoch nichts, was vielen ambitionierten Athleten gelingt. Neben einer exzellenten Trainings- und Ernährungsberatung ist es jedoch genau dies, was einen guten Personal Coach auszeichnet.

Jeder Mensch hat sehr unterschiedliche Ziele und Wünsche, die er erreichen möchte. Mal ist es der Marathon in unter 4 Stunden, andere wünschen sich hingegen 20 oder auch 50 Kilo weniger auf den Hüften.

Der eine Klient legt Wert auf einen durchtrainierten, muskulösen Körper mit Sixpack, während bei manch anderem eine Krankheit der Auslöser für die individuelle Fitnessberatung ist.

Der Job als Personal Trainer umfasst deutlich mehr als das Training selbst. Mit etwas mehr Disziplin lassen sich so große Erfolge erzielen und das bei verhältnismäßig geringem Trainingsaufwand.

3. Die Chemie muss passen

Bevor das erste Training startet, findet bei vielen Personal Trainern ein Erstgespräch statt. Hier lassen sich bereits die grundsätzlichen Ziele feststellen, sodass bereits die erste Trainingsstunde effektiv genutzt werden kann.

Auf die folgenden Fragen sollten Sie sich daher am besten vorab eine Antwort überlegen:

sportliche frau sprintet im wald

Möchten Sie schneller, stärker, beweglicher oder ausdauernder werden?

  • Was ist mein Ziel? Was will ich erreichen?
  • Wie sieht meine aktuelle Ernährung aus? Gibt es Besonderheiten, wie beispielsweise eine vegetarische oder vegane Ernährung?
  • Wie viel Zeit habe ich zur Verfügung? Oder wie viel Zeit möchte ich maximal investieren?
  • Wo soll das Training stattfinden? Ist es mir egal, wenn andere Leute zuschauen? Oder wird eine private Atmosphäre gewählt?
  • Stehen Krankheiten oder sonstige Einschränkungen bestimmten Trainingsarten im Wege?

Einige Trainer werden Ihnen in der ersten Trainingsstunde einen Fragebogen aushändigen, sodass Sie Ihre Interessen noch etwas genauer darstellen können.

Die erste Trainingseinheit dient häufig zur Leistungsfeststellung. Um einen ansprechenden Trainingsplan zu schreiben, muss ein Personal Trainer wissen, wie fit Sie bereits sind. Daher stehen zunächst einige Tests hinsichtlich Beweglichkeit, Ausdauer sowie allgemeiner Fitness an.

Je nach Ziel und Gesundheitszustand findet eine Leistungsdiagnostik unter ärztlicher Aufsicht statt. So stehen dem Personal Coach zahlreiche Daten, wie etwa die maximale Herzfrequenz sowie Ihre Laktatschwelle, zur Verfügung, um den Trainingsplan entsprechend anzupassen.

Tipp: Professionalität und Seriosität sind eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus sollten Sie mit Ihrem Personal Trainer von Beginn an auf einer Wellenlänge liegen. Da Sie in Zukunft wahrscheinlich viel Zeit miteinander verbringen werden, ist ein vertrauensvolles Verhältnis unerlässlich.

4. Einen Personal Trainer finden

Der Fitness-Urlaub:

Wie wäre es statt eines regulären Strandurlaubs einmal mit einem straffen Sport- und Ernährungsprogramm in exotischer Atmosphäre? Immer mehr Menschen tendieren zum Aktivurlaub, bei dem nicht nur Sightseeing auf dem Programm steht.

Der Begriff des Personal Trainers ist nicht geschützt, sodass sich grundsätzlich jeder Laie ein Schild an die Tür hängen kann, mit dem er sich als Personal Trainer anbietet. Achten Sie daher am besten auf die Qualifikation, um einen geeigneten Personal Coach zu finden.

Gehören Trainer dem Bundesverband Personal Training an oder können zumindest eine B- oder A-Lizenz als Fitnesstrainer nachweisen, können Sie sicher sein, dass Ihr Coach kein absoluter Anfänger ist. Sportwissenschaftler verfügen über eine deutlich weitergehende Kompetenz. Entsprechend erhöhen sich jedoch auch die Preise für das private Training.

Einen passenden Personal Trainer in Ihrer Nähe finden Sie in der Regel online oder aber über örtliche Fitnessstudios. Haben Sie Bekannte und Freunde, die bereits auf die Dienste eines Personal Coachs zurückgreifen, fragen Sie nach deren Erfahrungen.

Das Personal-Training findet meist stundenweise statt, sodass Sie, sollte die Chemie nicht stimmen, jederzeit zu einem anderen Fitnesstrainer wechseln können.

5. Selbst Personal Trainer werden – so gelingt der Start in die Selbstständigkeit

personal trainer im fitnessstudio

Der Weg zum Personal Trainer ist nicht immer einfach.

Eine einheitliche Ausbildung zum Personal Trainer fehlt bislang. Daher gibt es sehr unterschiedliche Wege, um schlussendlich andere zu trainieren. Wenn Sie kein oder lediglich ein geringes Risiko eingehen möchten, starten Sie am besten neben Ihrem derzeitigen Beruf. Das Hauptproblem dabei liegt jedoch darin, dass Sie zeitlich relativ unflexibel sind und Sie besonderen Kundenwünschen nur schwer entsprechen können.

Als Mindestvoraussetzung sollten Sie eine Trainerlizenz zum Fitnesstrainer vorweisen können. Entsprechende Programme finden Sie beispielsweise auf der Website der Akademie für Sport und Gesundheit. Trainieren Sie am besten mit Freunden und Bekannten, um Ihre Fähigkeiten zu testen und ein Feedback zu erhalten. Bleiben Sie dabei offen für Kritik, denn nur so können Sie sich weiterentwickeln und Ihren Trainingsstil anpassen.

Die entsprechenden Lizenzen können Sie in wenigen Wochen erwerben. Achten Sie jedoch auf eine stetige Weiterbildung, um sich selbst gerecht zu werden und Kundenwünschen zu entsprechen. Denken Sie dabei langfristig. Letztlich gilt, dass nur zufriedene Kunden Sie weiterempfehlen werden. So bauen Sie sich schrittweise einen größer werdenden Kundenkreis auf.

Suchen Sie sich einen Schwerpunkt aus. Sind Sie der optimale Muskelaufbau-Experte oder stehen bei Ihnen allgemeine Fitness und Beweglichkeit im Fokus? Sie müssen das verkörpern, was Sie verkaufen möchten. So bleiben Sie glaubwürdig.

Tipp: Wenn Sie beabsichtigen, selbst als Personal Trainer durchzustarten, sind Ballungsräume besser geeignet.
In ländlichen Regionen ist Ihr Einzugsgebiete relativ klein und es kommen teils lange Anfahrtswege auf Sie zu.

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