Das Flossband: Was hat das mit dem Voodoo-Band auf sich? Unser Test und die Erfahrung

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Vor allem wer CrossFit betreibt oder jüngst bei der Physiotherapie gewesen ist, dem ist vielleicht ein langes, breites Gummiband aufgefallen. Solche Bänder werden Flossband oder Ninja Band genannt. Häufig werden sie auch als Voodoo-Bands bezeichnet.

Mit ihnen wird das sogenannte Flossing durchgeführt. Doch was ist Flossing mit dem Voodoo Band eigentlich und was bringt es? Unser Test zeigt es.


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Ein neuer Trend: Flossing mit den Ninja-Bands

In der Fitnesswelt gibt es nicht nur Fitnessutensilien, mit denen wir uns verausgaben sollen. Es existieren ebenfalls Utensilien, mit denen wir uns regenerieren können und so einen positiven Einfluss auf unsere Fitness nehmen können.

Dazu gehört beispielsweise der Foamroller, der vor allem bei Verspannungen und Muskelkater eingesetzt wird. Selbstständig können wir mit ihm wohltuende Massagen durchführen.

Immer beliebter werden zudem Flossbänder. Auch diese Ninja—Bands haben Einzug aus der Physiotherapie in die Fitnessstudios gehalten. Sie sollen eine kompressionsbasierte Intervallmethode ermöglichen und so unter anderem die Beweglichkeit erhöhen sowie Gewebeverklebungen auflösen. Einige Sportler haben bereits die Voodoo Bänder getestet und waren begeistert.

Was kann ein Flossband leisten?

Bevor diese Frage beantwortet wird, sollte eines vorweggestellt werden: Die Wirkung der Flossbänder ist noch nicht medizinisch belegt. Zahlreiche Tests mit ihnen haben jedoch gezeigt, dass sie folgende positive Wirkungen haben können:

  • Rückgang von Schwellungen durch Prellungen oder Stauchungen
  • Vergrößerung des Bewegungsradius
  • Verbesserung der Muskelaktivierung im und am mobilisierten Gelenk
  • Verbesserung der Durchblutung und damit eine beschleunigte Heilung von Mikroverletzungen am Muskel

Worin begründen sich die im Test festgestellten Wirkungen von Voodoo-Bands?

Mit Ninja-Bands lassen sich gezielt Kompressionen durchführen. So steigert sich dadurch der intraartikuläre Druck bei dem eingewickelten Gelenk. Dies wiederum führt zu einer optimierten Absorption der Schleimhaut von Flüssigkeit, was Ergüsse in kürzerer Zeit verschwinden lässt. Zudem lässt der starke Druck einen Blutstau entstehen.

Sobald das Band gelöst wird und damit der Druck vorbei ist, strömt das Blut rasch in die unterversorgten Gelenke. Dieser Effekt kann laut Test mit dem Ninja Band den Stoffwechsel anregen und zu einer verbesserten Blutversorgung in dem betroffenen Bereich führen.

Der Test mit Voodoo-Bands legt zudem eine weitere Hypothese nahe: Die Mechanozeptoren werden stimuliert. Die Schmerzen verringern sich und der Nutzer des Flossbandes toleriert bei den Übungen mit dem Gummiband größere Bewegungsamplituden.

Die Gelenkkapsel wird dreidimensional mobilisiert, da Kapselanteile durch das Flossband festgehalten werden, das Gewebe angeheizt wird und Knochenanteile darunter in Bewegung kommen.

Wie ist das Flossing entstanden?

Das Flossing ist aus der manuellen Lymphdrainage entstanden, die bereits in den 1990er-Jahren bekannt gewesen ist. Damit sind Körperteile mit Kurzzugbinden umwickelt worden. Im Anschluss haben sich die Patienten mit diesen Bandagen auf den Ergometer geschwungen oder haben Schrittbewegungen durchgeführt.

Schnell zeigte sich allerdings ein großer Nachteil: Die Beweglichkeit des Patienten war immens eingeschränkt und die Bandagen lösten sich leicht. Die heutigen Ninja-Bands erlauben komplexe Bewegungen mit Kompression.

Wie genau wir das Flossband angewendet?

Das Flossband ist ein circa 5 cm breites Gummiband mit einer Dicke von rund 1 bis 1,5 mm. Es wird um das Gelenk und gelenknahe Körperteile fest gewickelt. Wie lange die Ninja-Bands am Körper straff verleiben, steht in Abhängigkeit von dem Gewebestatus.

Meist liegt die Dauer jedoch um die 5 bis 10 Minuten. Darauf folgt ein bandagefreies Intervall, was etwa genauso lang sein sollte. Circa 3 bis 5 Wiederholungen werden davon durchgeführt.

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Was muss ich beim Flossing beachten?

Beim Flossing, also dem Anwenden der Ninja-Bands, gibt es ein paar Regeln zu beachten. So kommt der Richtung beim Flossing eine hohe Bedeutung zu. Das Flossband sollte immer zum Herzen hin gewickelt werden, da die Venen das Blut zum Herzen transportieren. Sie arbeiten dabei gegen die Schwerkraft und verfügen dafür über Venenklappen.

Sie gehen gegen ein Zurückfließen des Blutes vor. Wenn das Flossband vom Herzen weg gewickelt werden würde, würde das Blut gegen unsere Venenklappen gepresst werden. Dies kann unter Umständen schädlich für den Organismus sein. Diesem Punkt kommt keine hohe Wichtigkeit zu, wenn kleinere Gelenke oder Muskelgruppen geflosst werden.

Auch auf den Druck sollte beim Flossen geachtet werden. So sollte das Ninja Band mit einer Dehnung von maximal 50% angebracht werden. Wer glaubt, mehr Druck würde mehr Nutzen bringen, täuscht sich. Das Gegenteil ist der Fall. Werden die Gelenke zu stark abgeschnürt, entsteht ein extremer Stau des Bluts.


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Bildnachweis: Let´s bands powerband


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