Flossing-Band: Schmerzlinderung und mehr Bewegungsfreiheit

  • Mit einem Flossing-Band werden schmerzende Gelenke und die darum liegenden Muskeln abgeschnürt.
  • Die Therapiemethode regt Stoffwechsel und Durchblutung an und wirkt damit schmerzlindernd.
  • Das kurze Training mit dem Flossing-Band findet in Intervallen statt.

Vor allem wer CrossFit betreibt oder jüngst bei der Physiotherapie gewesen ist, dem ist vielleicht ein langes, breites Gummiband aufgefallen. Solche Bänder werden Flossing-Band oder Ninja-Band genannt. Häufig werden sie auch als Voodoo-Bands bezeichnet.

Mit ihnen wird das sogenannte Flossing durchgeführt: Schmerzende Gelenke, wie man sie beispielsweise nach dem Muskelaufbau-Training beklagt, werden abgebunden und nach kurzem Training wieder vom Druck befreit, sodass anschließend eine verstärkte Durchblutung stattfindet. Das schafft sofortige Abhilfe bei Gelenkschmerzen. In unserem Artikel erfahren Sie mehr über diese neue Methode und erhalten Anleitung zum Nachmachen!

1. Ein neuer Trend: Flossing mit den Ninja-Bands

mann hält sich schmerzendes knie symbolbild zum thema flossing-band

Flossing-Band: Soforthilfe bei Gelenkschmerzen.

In der Fitnesswelt gibt es nicht nur Sportutensilien, mit denen wir uns verausgaben sollen. Es existieren ebenfalls Utensilien, mit denen man sich regenerieren und somit einen positiven Einfluss auf seine Fitness nehmen kann.

Dazu gehört beispielsweise die Faszien-Rolle, die vor allem bei Verspannungen und Muskelkater eingesetzt wird. Mit ihr können Sie selbstständig wohltuende Massagen durchführen.

Immer beliebter werden zudem Flossing-Bänder, auch Ninja- oder Voodoo-Bands genannt. Diese haben Einzug aus der Physiotherapie in die Fitnessstudios gehalten. Das Flossing-Band ermöglicht eine kompressionsbasierte Intervallmethode und kann so unter anderem die Beweglichkeit erhöhen sowie Gewebeverklebungen auflösen.

1.1. Richtig angewandt lassen sich zahlreiche positive Effekte erzielen

Eine Information jedoch gleich vorab: Die Wirkung des Flossing-Bands ist noch nicht medizinisch belegt. Zahlreiche Tests haben jedoch gezeigt, dass sie folgende positive Wirkungen haben können:

  • Rückgang von Schwellungen durch Prellungen oder Stauchungen
  • Vergrößerung des Bewegungsradius`
  • Verbesserung der Muskelaktivierung im und am mobilisierten Gelenk
  • Verbesserung der Durchblutung und damit eine beschleunigte Heilung von Mikroverletzungen am Muskel.

1.2. Das Flossing-Band fördert Stoffwechsel und Durchblutung

Mit Flossing-Bändern lassen sich gezielt Kompressionen durchführen. Dadurch steigt der intraartikuläre Druck im eingewickelten Gelenk. Dies wiederum führt zu einer optimierten Absorption der Schleimhaut von Flüssigkeit, was Ergüsse in kürzerer Zeit verschwinden lässt. Zudem lässt der starke Druck einen Blutstau entstehen.

Schwammeffekt: Sobald das Band gelöst wird und der Druck verschwindet, strömt das Blut rasch in die unterversorgten Gelenke. Dieser Effekt kann laut Test mit dem Flossing-Band den Stoffwechsel anregen und zu einer verbesserten Blutversorgung des betroffenen Bereichs führen.

Der Test mit Voodoo-Bands legt zudem eine weitere Hypothese nahe: Die Mechanozeptoren werden stimuliert, die Schmerzen verringern sich und der Nutzer des Flossing-Bandes toleriert bei Übungen mit dem Gummiband größere Bewegungsamplituden.

Die Gelenkkapsel wird dreidimensional mobilisiert, da Kapselanteile durch das Flossband festgehalten werden, das Gewebe angeheizt wird und Knochenanteile darunter in Bewegung kommen.

2. Der Vorläufer des Flossing-Bands stammt aus den 90ern

Das Flossing ist aus der manuellen Lymphdrainage entstanden, die bereits in den 90er-Jahren bekannt gewesen ist. Damit sind Körperteile mit Kurzzugbinden umwickelt worden. Im Anschluss haben sich die Patienten mit diesen Bandagen auf den Ergometer geschwungen oder haben Schrittbewegungen durchgeführt.

Schnell zeigte sich allerdings ein großer Nachteil: Die Beweglichkeit des Patienten war immens eingeschränkt und die Bandagen lösten sich leicht. Die heutigen Flossing-Bänder erlauben komplexe Bewegungen mit Kompression.

3. Das Flossing-Band legen Sie am besten selbst an

Das Flossing-Band ist ein circa 5 cm breites Gummiband mit einer Dicke von rund 1 bis 1,5 mm. Umwickeln Sie damit z. B. Ihr Knie, indem Sie das Band fest um das Gelenk und gelenknahe Körperteile, also Ober- und Unterschenkel, binden. Anschließend wird das Kniegelenk für ein bis fünf Minuten bewegt oder leicht belastet.

Darauf folgt ein bandagefreies Intervall, das etwa genauso lang sein sollte. Führen Sie circa drei bis fünf Wiederholungen durch.

4. Bei der Behandlung immer zum Herzen hin abbinden

Beim Flossing, also dem Anwenden des Flossing-Bands, gibt es ein paar Regeln zu beachten. So kommt der Richtung beim Umwickeln eine hohe Bedeutung zu. Das Flossing-Band sollte immer zum Herzen hin gewickelt werden, da die Venen das Blut zum Herzen transportieren. Sie arbeiten dabei gegen die Schwerkraft und verfügen dafür über Venenklappen.

Wenn das Flossband vom Herzen weg gewickelt werden würde, würde das Blut gegen die Venenklappen gepresst werden. Dies kann unter Umständen schädlich für den Organismus sein! Achten Sie also stets auf diesen Punkt.

Auch der Druck sollte beim Flossing geachtet werden. So sollte das Flossing-Band mit einer Dehnung von maximal 50 % bis 70 % angebracht werden. Wer glaubt, mehr Druck würde mehr Nutzen bringen, täuscht sich. Das Gegenteil ist der Fall. Werden die Gelenke zu stark abgeschnürt, entsteht ein extremer Stau des Blutes.

Flossing-Band: Schmerzlinderung und mehr Bewegungsfreiheit
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