Softshelljacke – Wasserabweisender und atmungsaktiver Allrounder

Softshelljacke
  • Softshelljacken sind eine Kombination aus Fleece- und Regenjacke.
  • Sie erfüllt damit die Funktion von zwei Schichten des Zwiebelsystems auf einmal.
  • Das Softshell-Material zeichnet sich vor allem durch seine Atmungsaktivität aus.

Besonders im Berg- und Outdoorsport gehören Softshelljacken zu den Verkaufsschlagern für Damen und Herren. Das hat seine Gründe. Früher mussten viele Menschen zum Wandern, Klettern oder Trailrunning zwei Jacken mitnehmen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein: eine wärmende Fleecejacke und eine Wetterschutzjacke bei Wind und Nässe.

Diese beiden Jackengattungen nahmen nicht nur viel Platz im Rucksack weg, sie hatten auch noch weitere Nachteile: So saugen Fleecejacken Feuchtigkeit auf und bieten kaum Windschutz. Wetterschutzjacken sind dagegen wenig atmungsaktiv und sorgen schnell für ein unangenehmes, verschwitztes Tragegefühl. Deswegen war es keine Seltenheit, dass ein Wanderer seine Jacke regelmäßig wechseln musste.

1. Softshelljacken bestehen aus mehreren Schichten

In dieser Nische haben sich die Softshelljacken um die Jahrtausendwende breitgemacht und die Spezialjacken mittlerweile zurückgedrängt. Softshells kombinieren die besten Eigenschaften einer Fleecejacke mit denen einer Wetterschutzjacke.

Unter dem Begriff Softshell („weiche Schale“) versteht man Funktionstextilien (meist Funktionsjacken), die aus mehreren dünnen, leichten und atmungsaktiven Membranschichten bestehen. Ihr elastisches Gewebe ist widerstandsfähig und sorgt zugleich für eine gute Ventilation. Günstige Softshelljacken bestehen meist aus zwei Schichten, einer weichen inneren und einer festen äußeren. Wer sich nach dem Zwiebelprinzip kleidet, kann dank dieser Materialeigenschaften oft eine Schicht einsparen und seine Softshelljacke direkt über dem First Layer tragen.

1.1. Der Windstopper-Einsatz lohnt sich

Wanderin mit Stöcken

Winddichte Softshelljacken sind besonders beliebte Outdoor-Kleidung bei Wanderern.

Die meisten Modelle eignen sich für milde Frühlings- und Herbsttage. Wer jedoch regelmäßige Touren plant und auf eine gewisse Wetterfestigkeit Wert legt, sollte beim Kauf einer Softshelljacke nach dreilagigen Modellen Ausschau halten. Diese verfügen über eine zusätzliche mittlere Schicht zur Isolation, die exzellent vor Wind schützt (Windstopper) und zudem wasserabweisender wirkt als ein Basis-Modell.

Mit solchen Jacken lassen sich Touren auch bei widrigem Wetter noch gut aushalten. Ein dreilagiges Modell sollte man bei einem der Markenhändler (Jack Wolfskin, Schöffel oder Mammut) kaufen. Mit einem Preis von rund 200 Euro aufwärts sind sie recht preisintensiv, allerdings belegen diese Modelle bei Tests regelmäßig Spitzenplätze. Weiterhin garantieren die Hersteller eine lange Lebensdauer, sodass eine solche Investition nicht selten auf viele Jahre angelegt ist.

1.2. Ein echter Allrounder – aber nicht bei jedem Wetter

Allerdings haben auch Softshelljacken ihre Grenzen: Das optimale Einsatzgebiet ist bei gemäßigten Temperaturen oder Mischverhältnissen. Steigt das Thermometer auf mehr als 20 °C, ist auch das Softshell-Material zu dick und zu unbequem. Auf der anderen Seite sollte man bei starkem Niederschlag, stürmischem Wind oder konstanten Temperaturen unter 10 °C lieber auf Hardshelljacken setzen. Diese kompensieren ihre mangelnde Bewegungsfreiheit und Atmungsaktivität durch einen effektiven Schutz vor Nässe und Kälte.

2. Die Vor- und Nachteile

Die Softshelljacke ist ein echter Allrounder und verfügt über zahlreiche Vorteile gegenüber anderer Funktionskleidung.

  • schmutz- und wasserabweisend
  • gute Atmungsaktivität im Vergleich zu Hardshelljacken
  • hoher Tragekomfort
  • pflegeleichtes Material
  • kein Knistern wie bei anderen Funktionsjacken
  • nur bedingt wasserfest
  • nicht für Temperaturen unter 10 °C bzw. über 20 °C geeignet

3. FAQ – die wichtigsten Fragen und Antworten

Ist eine Softshelljacke wasser- bzw. regendicht?

  • Leichte Schauer stellen für die Softshelljacke kein Problem dar. Jedoch sollte man die Jacke vor längerem Regen imprägnieren und dadurch besonders die Nähte abdichten. Anderenfalls bietet die Firma Gore-Tex® auch (nahezu) wasserdichte Jacken an.

Eignet sich eine Softshelljacke auch für den Winter?

  • Nein, bei Temperaturen unter 10 °C sollten Sie eine wärmere Jacke wählen.

Wie dehnbar sind die Jacken?

  • Im Prinzip ist die Softshelljacke für Bewegung an frischer Luft ausgelegt. Wer jedoch größere Bewegungsspielräume benötigt, sollte einen Hersteller wählen, der sich auf dehnbare Softshell-Stoffe spezialisiert hat.

Lässt sich Softshell-Bekleidung in der Waschmaschine waschen?

  • Ja, beachten Sie aber unbedingt das Pflege-Etikett und weitere Anweisungen des Herstellers. Drehen Sie die Jacke beim Waschen auf links und verzichten Sie auf Weichspüler. Nach dem vollständigen Trocknen sollte die Softshelljacke wieder imprägniert werden.
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