US-Navy Methode zur Bestimmung des Körperfettanteils

Die US Navy Methode versucht den Körperfettanteil eines Menschen anhand einer Formel mit Variablen zu berechnen.

Die US Navy Methode ist gewissermaßen eine Weiterentwicklung der YMCA-Formel, weil sie “bessere” Parameter berücksichtigt und somit präzisere Ergebnisse erzielt.

So funktioniert die US Navy Methode

Bei der US Navy Methode wird der Umfang mehrerer Körperregionen mit einem Maßband ermittelt. Die Entwickler der Methode waren davon überzeugt, dass der Umfang dieser Körperregionen einen verlässlichen Rückschluss auf die Körperzusammensetzung zulässt. Hierzu werden die Werte mit Hilfe einer Formel zueinander in Beziehung gesetzt.

Männer messen bei der US Navy Methode (PDF – Navy Physical Readiness Programm) ihre Größe, ihren Halsumfang (direkt unter dem Kehlkopf) und ihren Bauchumfang (auf der Höhe des Bauchnabels). Bei Frauen wird neben der Größe, dem Halsumfang und dem Bauchumfang (an der schmalsten Stelle) zusätzlich noch der Hüftumfang ermittelt.

Die Berechnung erfolgt nach den folgenden Gleichungen:

  • US Navy Methode für Männer:

    495 : 1,0324 – 0,19077 x (Bauchumfang in Zentimetern – Halsumfang in Zentimetern) + (0,15456 x Körpergröße in Zentimetern) – 450 = Körperfettanteil in Prozent

  • US Navy Methode für Frauen:

    495 : 1,29579 – 0,35004 x (Bauchumfang in Zentimetern + Hüftumfang in Zentimetern – Halsumfang in Zentimetern) + (0,22100 x Körpergröße in Zentimetern) – 450 = Körperfettanteil in Prozent

Wer sich das Rechnen ersparen möchte, kann auf verschiedene Online-Rechner zurückgreifen, wie zum Beispiel Calculator.net, bei denen man lediglich seine Messwerte eintragen muss.

Vor- und Nachteile der US Navy Methode

Ein klarer Vorteil liegt in der Einfachheit der Methode: Jeder kann mit einem Maßband die notwendigen Werte ermitteln und seinen Körperfettanteil durch einen Taschenrechner oder online ermitteln lassen.

Wie jede andere Formel kann allerdings auch die US Navy Methode keine verbindlichen Aussagen treffen, sondern nur Näherungswerte geben. Diese sind aber zumindest für den Hausgebrauch ausreichend und erlauben bei regelmäßiger Messung über einen längeren Zeitraum passable Vergleichswerte. Um seinen tatsächlichen Körperfettanteil zu ermitteln, muss man allerdings schon auf technisierte Lösungen zurückgreifen.

Unter den Formel-Lösungen ist die US Navy Methode allerdings die beste, weil sie nicht in die Falle tappt, dem Körpergewicht zu viel Bedeutung beizumessen. Schließlich ist Muskelmasse schwerer als Fettmasse. Weiterhin verfügen aktive Menschen über eine höhere Knochendichte. Auch dies erhöht das Körpergewicht, ohne ein Urteil über den Körperfettanteil zuzulassen.

Folglich kann es sogar passieren, dass ein fitter Mensch mit einem geringen Körperfettanteil mehr Kilogramm auf die Waage bringt als ein unsportlicher Asket. Vor allem Boxer oder American Football Spieler sind Paradebeispiele für einen “schweren” Athleten mit niedrigen Körperfettwerten.

Wenn man also zwischen der Caliper Hautfaltenmessung und der US-Navy Methode entscheiden sollte, ist die Caliper Messung auch in diesem Fall die zuverlässigere Variante.

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