Fitness-Model werden: Darauf kommt es an!

Ein Sportmodel, was auch Fitness-Model genannt wird, hat mit einem klassischen Model für die Haute Couture nichts gemein. Es verkörpert Fitness und Gesundheit, was einen athletischen Körper voraussetzt. Wie muskulös dieser sein muss, hängt von dem Auftrag ab.

Teilweise ist zudem erforderlich, dass das Fitness-Model eine bestimmte Sportart hervorragend beherrscht. Ob es sich dabei ums Boxen, Ballett oder eine andere Disziplin handelt, steht in Abhängigkeit von dem jeweiligen Auftrag.

Ein Fitness-Model ist daher nicht für jeden Kunden gleich gut geeignet. Es gibt jedoch einige Grundsatzvoraussetzungen, die alle Sportmodels erfüllen sollten. Hier erfahren Sie, was dazu gehört Fitness-Model zu werden und wie Sie dabei vorgehen sollten.

Welche Voraussetzungen muss ich als Sportmodel erfüllen?

Ganz gleich, ob Mann oder Frau, ein Sportmodel muss immer fit sein. Nur so ist es möglich, tatsächlich Erfolg in diesem heiß umkämpften Markt zu haben.

Der Körper muss einen geringen Fettanteil aufweisen und durch straffe Muskeln geprägt sein. Dies kann nicht durch ein wenig Sport ab und zu erreicht werden, sondern ein Fitnesstraining mit eiserner Disziplin ist erforderlich. Bei diesem liegt der Schwerpunkt auf Muskelaufbau.

Das Konditionstraining zum Fettabbau wird durch eine gesunde Ernährung unterstützt. Vor allem Proteine, Obst und Gemüse gehören auf den Speiseplan. Nikotin und Alkohol sind dahingegen ein Tabu.

Durch die bewusste Ernährung beeinflussen Sie nicht nur Ihren Körperbau, sondern sorgen auch für ein schönes Hautbild. Als Fitness-Model ist dies trotz Fotoretusche sehr bedeutsam.

Nicht zu unterschätzen ist eine hervorragende Disziplin. Obgleich ein Sportmodel in der Regel nicht jeden Tag einen Auftrag hat, hat es jeden Tag den Job sich fit zu halten. Eine gute Organisation ist daher wichtig, um das tägliche Fitnesstraining in den Tagesablauf zu integrieren. Es kann beispielsweise hilfreich sein, ein Trainingstagebuch und ein Essenstagesbuch zu führen.

Braucht ein Fitness-Model einen Personal-Trainer? Worauf muss man dabei achten?

Wer noch keinen perfekt geformten Körper besitzt, kann sich diesen antrainieren. Dies klingt gelegentlich einfacher als es ist. Für Perfektion ist mitunter professionelle Hilfe gefragt, welche es mit einem Personal-Trainer gibt. Dieser hat entscheidende Vorteile gegenüber einem Training allein:

  • professionelle Unterstützung beim Aufbau des Trainingsplans
  • geht auf individuelle Wünsche optimal ein
  • Trainingsplan kann bei Bedarf schnell an neue Umstände angepasst werden
  • nimmt kleinste Details am Körper wahr und berücksichtigt diese im Training
  • berät hinsichtlich der Ernährung
  • Motivationshilfe

Bei der Auswahl des Personal Trainers sollten Sie darauf achten, dass er Ihnen tatsächlich die oben genannten Vorteile bieten kann. Wichtig ist ferner, dass Sie ihm Ihren Berufswunsch Sportmodel mitteilen. Dadurch kann er besser das Trainingskonzept auf Sie ausrichten. Zudem haben gute Personal-Trainer bereits viel Erfahrung und können daher abschätzen, wie lange es mit einem disziplinierten Training dauert, bis Sie in Top-Form sind.

Der Körper ist in Top-Form: 3 weitere wichtige Schritte zum Fitness-Modell

  • Fotoshooting – einen guten Fotografen mit Erfahrungen finden

    Sobald Sie sich in Top-Form befinden, benötigen Sie Fotos von sich. Mit diesen stellen Sie wie ein Fashionmodel eine Mappe zusammen, die Sie potenziellen Auftraggebern bzw. einem Agenten präsentieren. Natürlich sind Amateurfotos hierfür nicht ausreichend.

    Ein professioneller Fotograf ist gefragt, der hervorragende Bilder von Ihnen schießen kann. Bedenken Sie: Die Fotos sind Ihre Visitenkarte. Sie offenbaren, wie fotogen und ehrgeizig Sie sind. Die Kosten dafür mögen hoch erscheinen, aber im Nachhinein lohnen sie sich.

    Suchen Sie sich am besten einen Fotografen, der bereits über berufliche Erfahrungen mit Sportmodels verfügt. Er weiß am besten, wie die Bilder gelingen. Immerhin soll er Sie beim Sport ablichten, damit der Kunden einen authentischen Eindruck von Ihnen bekommt. Zusätzlich sind Fotos von Ihnen in Badebekleidung und Alltagsbekleidung gefragt. Auch ein Porträtbild ist wichtig.

    Die Sorge, Ihr Gesicht entspräche nicht dem Schönheitsideal und Sie könnten somit keine Aufträge erhalten, ist unbegründet. Ihr Vorteil gegenüber dem klassischen Model ist der athletische Körper. Gezupfte Augenbrauen und ein sympathisches Lächeln können dennoch auf dem Porträtbild hilfreich sein.

    Achtung: Die schönsten Fotos bringen natürlich nichts, wenn danach die sorgsam aufgebauten Körperformen vernachlässigt werden. Der Körper muss daher stets up to date sein und dem Bild entsprechen.

    Den Fototermin mit dem professionellen Fotografen sollten Sie zum Anlass nehmen, das Posen zu lernen. Um sich vor der Kamera geschickt zu bewegen, können Sie an einem Modelkurs teilnehmen. Ebenfalls hilft es, Freunde um eine Fotosession zu bitten. Auch das Stöbern in Zeitschriften kann hilfreich sein, um gelungene Posen von Fitness-Models nachzuahmen.

  • Brauche ich einen Agenten?

    Ein Agent kann Ihnen viel Arbeit abnehmen. Zudem ist dieser nahezu unerlässlich, wenn es darum geht, die wirklich guten Jobs zu ergattern. Dieser repräsentiert Sie bei den Kunden und hat wertvolle Kontakte. Ähnlich wie bei dem Fotografen ist hier ebenfalls die Auswahl des richtigen Agenten elementar. Eine gründliche Recherche ist unverzichtbar.

    In einem unverbindlichen Erstgespräch finden Sie schnell heraus, ob Sie ihm trauen können oder nicht bzw. ob Sie sich mit ihm wohlfühlen. Wichtig ist es auch, mit ihm über seinen Erfolgsanteil zu sprechen. Unterschiedliche Agenten verlangen unterschiedlich viel Geld für ihre Leistungen.

    Nach der Agentenrecherche sollten Sie alle vertrauenswürdigen, infrage kommenden Kontakte anschreiben. So finden Sie am besten einen zuverlässigen Agenten. Neben der Vorstellung der eigenen Person gehören in das Schreiben – was in der Regel per E-Mail sein kann – die professionellen Fotos sowie ein Lebenslauf.

    Ergänzend zu dem Agenten sollten Sie auch selbst aktiv werden. Es ist hilfreich, sich in einschlägigen Zeitungen, Magazinen und Websits nach Castings für Sportmodels umzusehen.

  • Muss man als Fitness-Modell ein Gewerbe anmelden?

    Um später keine Probleme mit der Steuer zu haben, muss ein Gewerbeschein beantragt werden. Agenturen und Auftraggeber nehmen in der Regel keine Fitness-Models an, die über keinen Gewerbeschein verfügen. Ansonsten bestände der Sachverhalt der Schwarzarbeit.

    Der Gewerbeschein kostet je nach Stadt rund 10 bis 25 Euro und wird im Bürgerbüro für Sie zügig ausgestellt. Wer nicht mehr als 17.500 Euro pro Jahr hinzuverdient, hat ein Kleingewerbe, was einkommenssteuerfrei ist.

    Wenn Sie Ihre jährliche Steuererklärung erstellen, müssen Sie das Steuerformular Einnahmeüberschussrechnung berücksichtigen. In diesem tragen Sie Ihre Kosten und Ihre Einnahmen übersichtlich ein. Sollten Sie dauerhaft über den Betrag von 17.500 Euro kommen, müssen Sie eine Einkommensteuer entrichten.


Bildnachweis: Thinkstock / ©CURAphotography / iStock


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