Trennkost Diät: Abnehmen mit Trennkost – Was steckt dahinter?

Seit Jahren zählt die Trennkost zu den beliebtesten Ernährungsformen um zuverlässig an Gewicht zu verlieren.

Zu Beginn ist es wichtig zu erwähnen, dass es sich bei der originalen „Haysche Trennkost“ um keine Diät im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine Ernährungsweise, die jeder Mensch ein ganzes Leben lang beibehalten kann, ohne das auch nur die geringsten Mangelerscheinungen auftreten.

Die Idee hinter Trennkost!

Der Erfinder der Trennkost ist der amerikanische Arzt Dr. Howard Hay, welcher bei einer schweren Erkrankung die Erfahrung machen durfte, dass sein Leiden durch diese Ernährungsform geheilt werden konnte.

Das Ziel der Trennkost ist es, den durch Stress, falsches Essen oder schädliche Umwelteinflüsse geschundenen Körper wieder zurück in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen, ihn zu reinigen und zu entgiften.

Wie genau funktioniert die Trennkost?

Die Trennkost Ernährung gibt es seit Jahrzehnten, aber immer noch wissen viele Menschen nicht, wie sie funktioniert. Und das, obwohl es tatsächlich denkbar einfach ist.

Das größte Augenmerk wird bei dieser Art von Ernährung auf die Trennung zwischen Eiweißen und Kohlenhydraten gelegt.

Der folgende Trennungsplan stellt besonders eiweißhaltige und besonders kohlenhydratreiche Lebensmittel dar. Innerhalb einer Mahlzeit dürfen Lebensmittel beider Gruppen nicht zusammen gegessen werden. Das Ziel dieser strikten Trennung ist es, die Ordnung im Verdauungstrakt wieder herzustellen.

  • Eiweißhaltige Lebensmittel benötigen im Gegensatz zu Kohlenhydraten ein saures Milieu im Magen–Darm-Trakt, um ausreichend verdaut werden zu können.
  • Kohlenhydrate wiederrum werden erst dann richtig verdaut, wenn ein basischen Milieu vorliegt.

Mischt man Lebensmittel aus beiden Gruppen miteinander, kann es dazu führen, dass die Verdauungsorgane überlastet werden und der Stoffwechsel nicht ordentlich in Schwung kommt. Gewichtszunahme, Sodbrennen und Übelkeit sind nur einige der Beschwerden, die folglich auftreten können.

Eiweißgruppe Kohlenhydratgruppe
1 Gegartes Fleisch vom Rind, Kalb und Lamm. Schweinefleisch ist auf Grund seines hohen Fettgehaltes eher nicht geeignet. Jede Art von Getreidesorten wie z.B. Dinkel, getrockneter Mais, Naturreis
2 alle gegarten Geflügelsorten Buchweizen
3 gegarte Wurstsorten ohne Zusatz von Schweinefleisch wie z.B. Leberkäse, Corned Beef, gekochter Schinken oder Fleischwurst. Süßungsmittel wie Honig, Ahornsirup oder Apfeldicksaft
4 gegarte aber nicht geräucherte Fischsorten und Schalen-/Krustentiere Folgende Gemüse- und Obstsorten: Kartoffeln, Grünkohl, Bananen, frische Datteln sowie süße Äpfel
5 Sojaprodukte wie z.B. Tofu oder Sojasoße Puddingpulver und Kartoffelstärke
6 Milch aller Fettstufen Bier
7 Eier
8 Getränke wie Früchtetee, Apfelwein, Weiß- sowie Rotwein und Sekt; Wasser natürlich
9 alle Beerenfrüchte außer Heidelbeeren
10 jede Art von Kernobst, außer besonders süße Äpfel
11 Steinobst
12 Zitrusfrüchte wie Zitronen, Grapefruits oder Orangen
13 Exotisches Obst außer Bananen, da diese einen zu hohen Zuckeranteil haben

Neben den beiden oben genannten Gruppen gibt es außerdem auch noch die Gruppe der neutralen Lebensmittel. Hier sind nur Produkte aufgelistet, die sowohl mit allen Produkten aus der Eiweißgruppe als auch aus der Kohlenhydratgruppe harmonieren. Sie können also mit Lebensmitteln aus beiden Gruppen problemlos zusammen gegessen werden ohne die Verdauung zu stören.

Neutrale Lebensmittel

  • Fette wie z.B. kaltgepresste Öle, Margarine und Butter
  • gesäuerte Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch
  • süße Sahne
  • Käse mit einem Fettgehalt von mind. 60% i.Tr.
  • Jede Art von Weißkäse, wie Schafskäse, Ziegenkäse, Mozzarella und körniger Frischkäse
  • rohe und geräucherte Wurstwaren wie roher Schinken oder Salami
  • rohe marinierte oder geräucherte Fischsorten wie Makrelen, Heringe oder Matjes
  • die folgenden Gemüsesorten, Salatsorten und Pilze: Auberginen, Artischocken, Blumenkohl, Pfifferlinge, Brokkoli, Gurken, Knoblauch, Fenchel, Lauch, Mais, Möhren, Rotkohl, Spargel, frische Tomaten, Zucchini und alle Arten von Blattsalaten
  • Hefe
  • Eigelb
  • pflanzliche Bindemittel
  • Kräutertees
  • Klare, hochprozentige Spirituosen wie z.B. Wodka
  • Heidelbeeren
  • Kräuter und Gewürze
  • Samen und Nüsse

Bei jeder gesunden Ernährung sollte man auf den übermäßigen Konsum von Zucker und Fett verzichten. Darum gibt es zur Sicherheit auch noch eine Liste mit Lebensmitteln, um die man für einen langfristigen Erfolg und eine gute Gesundheit einen großen Bogen machen sollte:

  • Zu meiden sind dementsprechend weißes Mehl, süße Teigwaren, Nudeln, Reis, industriell hergestellter Zucker und Süßstoffe, Fertiggerichte und Konserven, Preiselbeeren sowie Schweinefleisch und die daraus hergestellten Produkte.
  • Ebenfalls kritisch zu beäugen sind rohes Fleisch, fertige Soßen, schwarzer Kaffee und Tee sowie gehärtete Fette.

Ein nur kleiner Teil, wenn man sieht, welche Dinge man ohne Reue genießen darf. Letztlich muss aber natürlich jeder für sich selbst entscheiden ob er vollkommen auf diese Lebensmittel verzichten möchte oder eben nicht.

Das Säure-Basen-Gleichgewicht

Ein bereits im Vorfeld angesprochenes Thema ist der Säure-Basen-Haushalt oder vielmehr das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen.

Laut dem Erfinder der Trennkost, Dr. Hay, besteht der menschliche Körper überwiegend aus basischen Elementen. Deswegen empfiehlt es sich während der Trennkost, eine Großzahl an Basenbildnern, wie pflanzliche Lebensmittel, zu sich zu nehmen. Auf diesem Wege wird das natürliche Gleichgewicht des menschlichen Körpers keineswegs gestört.

Werden hingegen aller Ratschläge keine oder zumindest nicht genügend basische Lebensmittel verzehrt, kann es zu einem Mangel an basischen Mineralstoffen kommen und der Körper wird sauer. Eine kurzzeitige Übersäuerung kann der Körper mit Hilfe von einem gut funktionierenden Puffersystem ausgleichen, so dass der Säureüberschuss neutralisiert werden kann.

Wer sich langfristig jedoch eher sauer als basisch ernährt, kann selbst bei einem gesunden Allgemeinzustand keine Flut von sauren Rückständen aushalten oder gar wieder abbauen. Folgen sind wie bereits angesprochen Sodbrennen, ein Blähbauch oder gravierende Stoffwechselerkrankungen, zu denen auch das Übergewicht bzw. ein zu hoher Körperfettanteil zählt.

Neben der richtigen Ernährung ist es außerdem wichtig, den Körper nicht mit unnötigem Stress zu belasten. Auch Konflikte im sozialen Leben können zu einer Übersäuerung führen. Aus diesem Grund sollte man neben der gesunden Ernährung auch ein stressfreies, ehrliches Leben anstreben um sich vor den gesundheitlichen Gefahren zu schützen.

Die Vorteile von Trennkost im Überblick

  • Übergewichtige Menschen die sich nach den Prinzipien der Trennkost ernähren, verlieren leicht und quasi nebenbei an Gewicht, während Untergewichtige Personen durch die ausgewogene und gesunde Ernährung problemlos das ein oder andere Kilo zunehmen können.
  • Man fühlt sich schon nach kürzester Zeit wieder viel wohler in seiner eigenen Haut.
  • Durch die Trennkost werden die Verdauungsorgane enorm entlastet, was auf die Trennung von Eiweißen und Kohlenhydraten zurückzuführen ist.
  • Das Säure-Basen-Gleichgewicht wird durch den Verzehr von überwiegend pflanzlichen Produkten reguliert.
  • Diese Art der Ernährung legt großen Wert auf Nachhaltigkeit. Es werden überwiegend naturbelassene Produkte und nachwachsende Rohstoffe verwendet um dem Körper die bestmöglichsten Vitamine und Nährstoffe zuzufügen.

Bildnachweis: Thinkstock / sumnersgraphicsinc


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