Vergleich: Gewichtheberschuhe und Alternativen

  • Gewichtheberschuhe müssen guten Halt und Stand bieten.
  • Dazu haben sie eine besondere Sohle.
  • Auch andere Schuhe oder die nackten Füße sind bestens geeignet.

Die Frage, welche Schuhe für das Krafttraining die richtigen sind, stellen sich Sportler immer und immer wieder. Und während die einen auf spezielle Gewichtheberschuhe setzen, Beugen und Heben andere in Laufschuhen, ihren Freizeittretern oder gleich Barfuß im Fitnessstudio.

Aber welcher Schuh ist denn nun der richtige, wenn es um das Krafttraining geht? Und mit welchem Modell lassen sich Kniebeugen, Kreuzheben, Fastlift und Co. besonders gut ausführen?

Diese Fragen beantworten wir Ihnen in diesem Artikel und stellen drei Möglichkeiten vor, die für das Krafttraining geeignet sind. Auf welchen Schuh die Wahl am Ende fällt, bleibt Ihnen überlassen – wir können Sie nur informieren und Ihnen eine Empfehlung aussprechen.

1. Was macht einen guten Gewichtheberschuh aus?

Wer hier eine komplizierte Antwort erwartet, der irrt sich – denn im Grunde genommen müssen Schuhe beim Krafttraining nur eines bieten: sicheren Stand.

Egal ob bei Kniebeugen, Kreuzheben, dem Langhantelrudern, Schulterdrücken oder jeder anderen Übung des Bodybuildings, ein sicherer Stand ist die Grundlage für eine saubere Technik und hohe Gewichte.

Besonders wichtig ist das Schuhwerk natürlich bei Squats und Deadlifts, denn hier entscheidet schon der Stand darüber, wie erfolgreich Sie Beugen und Heben können. Im Prinzip wäre die Frage, welche Schuhe für das Krafttraining am besten geeignet sind, also schnell beantwortet – wenn da nicht mehrere Möglichkeiten wären, die diese Anforderung auf unterschiedliche Art und Weise erfüllen.

2. Powerlift-Schuhe und Crossfit-Schuhe

adidas adipower

Der Adidas Adipower ist eine qualitativ hochwertige, aber auch teure Wahl.

Die Bezeichnungen Powerlift- sowie Crossfit-Schuh meinen prinzipiell das Gleiche – es geht um Gewichtheberschuhe. Und damit ist auch schon klar, wozu Sie sich die nicht immer ganz billigen Treter überstreifen. Aber worauf sollte man beim Kauf achten?

Grundsätzlich gilt: Ein solcher Schuh hat eine harte Sohle, die im vorderen Bereich möglichst dünn ist und an der Ferse einen leichten Keil bietet.

Durch die leicht vorgebeugte Haltung der Füße braucht es weniger Mobilität, um bei Kniebeugen tief nach unten zu gehen und so können auch schwere Gewichte etwas leichter bewegt werden, ohne dass dabei der untere Rücken unter der fehlenden Beweglichkeit leidet.

Adidas Crossfitschuh

Aber auch der Powerlift für Herren ist zu empfehlen.

Wie Ihnen dieser Stand gefällt, müssen Sie selbst entscheiden. Wir sind der Meinung, dass Mobilität wichtig und ein entscheidendes Trainingsziel ist.

Ein Schuh, der über fehlende Mobilität hinwegtäuscht, ist daher für viele Sportler suboptimal. Wenn Sie hingegen schon länger trainieren, schwere Gewichte bewegen und die Beweglichkeit nicht zu Ihren Schwächen gehört, dann können Sie mit Gewichtheberschuhen perfekt trainieren.

Für welchen Schuh Sie sich entscheiden sollten? Schwer zu sagen – der Markt ist voll von erschwinglichen und extrem teuren Modellen aller großen Marken (Adidas, Nike, Reebok und viele weitere). Sie können sowohl für Damen als auch für Herren aus verschiedenen Farben, Formen und Preissegmenten wählen.

Es gibt aber zwei Modelle, die wir uneingeschränkt empfehlen können: Die Adidas Powerlift 2 und die Adidas Adipower. Beide Modelle bieten sicheren Stand und Stabilität – wer etwas mehr Geld ausgeben will, bekommt mit dem Adipower das High-End-Modell.

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3. Five-Fingers (Barfußschuhe) zum Gewichtheben

vibram-fivefingers-herrenschuhe

Natürlicher Stand dank Barfußschuhen!

Einer der Trends der letzten Jahre sind die sogenannten Five-Fingers: Schuhe, bei denen jeder Zeh einzeln „verpackt“ wird und die ein wenig wie Socken mit Sohle wirken. Die Idee dahinter: Barfuß laufen ist natürlich und gesund – aber ganz ohne Sohle kannst du natürlich auch nicht immer herumlaufen.

Für das Krafttraining sind Five-Fingers – auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint – bestens geeignet. Der Grund: Mit keinem anderen Schuh hast du einen so engen Bodenkontakt, was besonders beim Kreuzheben, aber auch bei allen anderen Übungen von Vorteil ist.

Grundsätzlich empfehlen wir Five-Fingers all den Sportlern, die am liebsten Barfuß laufen, denen der Kontakt zum Boden wichtig ist und die kein Problem damit haben, mit den Blicken der anderen Trainierenden umzugehen.

Empfehlenswert sind die Vibram Five-Fingers, die so etwas wie der Standard der Barfußschuhe sind.

Es gibt aber auch noch eine Alternative, die deutlich kostengünstiger und noch natürlicher ist: Schuhe aus und barfuß Heben gehört für viele Sportler zum Trainingsalltag und macht durchaus Sinn.

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4. Chucks für den Kraftsport

converse-chucks

Nicht nur für die Straße, sondern auch im Fitnessstudio sind die Allrounder bliebt.

Bitte was? Training in Chucks? Aber das ist doch nur ein Stück Stoff mit ein bisschen Sohle!

Stimmt – und genau das ist es, was die Chucks bei vielen Sportlern so beliebt macht. Im Grunde genommen bestehen die Chucks schließlich nur aus einer flachen Sohle und etwas Stoff, der das Ganze am Fuß hält. Und je flacher die Sohle, desto sicherer ist der Stand.

Damit sind Chucks gar nicht so weit vom barfuß trainieren entfernt und dabei gleichzeitig eine besonders günstige Alternative, wenn Sie nicht auf die Originale von Converse zurückgreifen. Damit sind Chucks grundsätzlich für jeden Trainierenden zu empfehlen, der ein paar günstige Standardschuhe sucht, die einen Kompromiss aus natürlichem Stand und Stabilität bilden.

Zu welchem Modell Sie greifen, ist vollkommen egal, solange es passt. Standard sind die Chucks von Converse, aber auch unzählige andere Hersteller haben die Schuhe mittlerweile kopiert und Sie bekommst sie für einen Bruchteil des Preises in jedem Deichmann.

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5. Gewichtheberschuhe oder nicht – Stabilität geht vor

Egal, welches Modell Ihr Favorit ist – ob Gewichtheberschuhe, Chucks, Five-Fingers oder Omas selbstgestrickte Söckchen – die Hauptsache ist, dass Sie beim Trainieren einen festen Stand haben.

Während Gewichtheberschuhe außerdem fehlende Mobilität ausgleichen können und Ihnen das Beugen von schweren Gewichten erleichtern, sind Five-Fingers und Chucks besonders beim Kreuzheben beliebt und fordern bei Kniebeugen Ihre Beweglichkeit.

Aber ganz egal, für welche Schuhe Sie sich entscheiden, eines sollte Ihnen klar sein: Kein Schuh auf Welt kann fehlende Kraft und schlechte Technik ausgleichen – ein Schuh ist Ihr Kontakt zum Boden, trainieren müssen Sie selbst!


Bildnachweise: ©lagunaguiance / iStock / thinkstockphotos.de (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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