Wie sinnvoll und gesund ist tägliches Training?

  • Sportexperten und Mediziner sind geteilter Meinung darüber, ob tägliches Training empfehlenswert ist oder nicht.
  • Mit der richtigen Ernährung können Hobbysportler Trainingseffekte verbessern.
  • Regelmäßiges Training steigert zwar die Verletzungsgefahr, stärkt im Gegenzug allerdings das Immunsystem.

Regelmäßige Workouts wirken sich positiv auf die Gesundheit, Figur und das allgemeine Wohlbefinden aus. Dennoch stellen sich viele Hobbysportler die Frage, wie viel Sport gesund und wann der Körper überfordert ist.

Ist tägliches Training sinnvoll oder benötigt der Körper zwischen einzelnen Sporteinheiten eine Ruhepause? Wir geben Ihnen Antworten auf alle wichtigen Fragen. Wir liefern Ihnen wichtige Anhaltspunkte dafür, wie viel Sport gesund ist und wie Sie Zeichen Ihres Körpers deuten können.

1. Tägliches Training ist nicht für jedermann empfehlenswert

Fitnessstudios liegen bei Deutschen hoch im Kurs

Millionen an Deutschen sind in Fitnessstudios angemeldet. Die meisten Hobbysportler treiben in den Einrichtungen Sport, weil sie abnehmen möchten.

Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln empfiehlt eine Erholungsphase von mindestens 36 Stunden nach Ausdauertraining wie Radfahren oder Joggen. Der Sportexperte beschreibt Sport als Belastung für den Körper. Deshalb benötigt der Körper diese Zeit, um sich zu regenerieren und auf die nächste Belastung vorzubereiten.

Seiner Meinung nach sollten sich Sportler nach einem Krafttraining zwei Tage zu Hause Zeit nehmen, um fit für das nächste Ganzkörpertraining zu sein. Dieser Expertise zufolge genügt es, zwei- bis dreimal in der Woche ins Fitnessstudio zu gehen.

Frau trainiert ihre Kraft

Regelmäßiges Krafttraining führt schnell zu ersten Erfolgen.

Der Münchener Orthopäde Dr. med. Martin Marianowicz versichert hingegen, dass er tägliches Workout für völlig unbedenklich hält. Er betont: Wer jeden Tag rund 30 Minuten trainiert, verlängert seine Lebenszeit um bis zu zehn Jahre. Seiner Meinung nach wirkt es sich vielfach positiv auf die Gesundheit aus, jeden Tag Sport zu treiben.

Nach Aussagen von Dr. med. Martin Marianowicz ist Sport gesund für den gesamten Organismus, im Einzelnen für folgende Bereiche:

  • Kreislauf
  • Immunsystem
  • Muskeln
  • Knochen
  • Hirnfunktion

Dürfen Sie nun jeden Tag Sport treiben oder nicht? Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Fakt ist: Die Meinungen der Experten zu diesem Thema gehen weit auseinander. Darüber hinaus kommt es auf die Sportart und die Dauer der jeweiligen Einheiten an. Im folgenden werden wir Ihnen einige Tipps und Anhaltspunkte liefern, an denen Sie sich orientieren können.

1.1. Tägliches Training ist nur bei leichtem Sport sinnvoll

Insgesamt schließt die Mehrheit der Sportexperten ein tägliches Workout nicht gänzlich aus. Jedoch sollten sportlich aktive Menschen nur bei leichter Belastung an jedem Tag trainieren. Wer beispielsweise täglich eine halbe Stunde joggt oder Nordic Walking ohne große Anstrengung betreibt, könnte schon am nächsten Tag wieder in die Sportsachen schlüpfen.

Bei längeren und intensiveren Einheiten sind sich hingegen die meisten Mediziner und Sportspezialisten einig: sie erachten Erholungsphase von 36 bis 48 Stunden zwischen einzelnen Trainingseinheiten als sinnvoll. So wird einer Überbelastung von Sehnen, Muskeln und Gelenken vorgebeugt.

Mit Split-Training können erfahrene Kraftsportler die Pausen für die einzelnen Muskelpartien jedoch einhalten und dennoch täglich trainieren.

Hinweis: Ein Endspurt am Trainingsende schadet der Fitness. Wer zu viel vom eigenen Körper fordert, riskiert Trainingserfolge. Besser ist es, das Training langsam ausklingen zu lassen.

1.2. Tägliches Training funktioniert nur mit der richtigen Ernährung

Wer jeden Tag Sport treibt, hat einen größeren Energiebedarf. Deshalb ist es unerlässlich, die Nährstoffzufuhr anzupassen. Andernfalls verlieren Sportler auf Dauer nicht nur an Fett, sondern auch an Muskelgewebe.

Tipp: Da der Körper beim Schwitzen viele Spurenelemente und Zink verliert, ist es wichtig viel zu trinken. Mineralwasser mit Kalium, Natrium, Magnesium, Zink und anderen Inhaltsstoffen hält fit.

Genauso gut ist eine antioxidantienreiche ausgewogene Ernährung. Diese Antioxidantien stecken neben Pflanzenölen in Obst- und Gemüsesorten wie Blaubeeren, Granatapfel, Paprika, Brokkoli oder Tomaten.

2. Tägliches Training: Vor- und Nachteile

Der Blick auf Empfehlungen von Sportexperten verdeutlicht, dass es keine allgemeingültige Empfehlung für die richtige Trainingsdosis gibt. Einige Aspekte sprechen für, andere gegen tägliches Workout.

  • Verlängerung der Lebenszeit
  • positiver Effekt für gesamten Organismus
  • Gewichtsabnahme
  • Abfangen freier Radikale
  • nach körperlicher Belastung benötigt der Körper Regeneration
  • Training ist für Körper oxidativer Stress
  • erhöhte Verletzungsgefahr

2.1. Die Trainingseinheiten müssen individuell angepasst werden

Frau joggt

Jogging ist immer noch eine der beliebtesten Sportarten der Deutschen.

Letztendlich liegt es neben der Trainingsintensität auch an der Fitness der Sportler selbst, ob ein tägliches Workout empfehlenswert ist oder nicht. Der Körper sendet Zeichen aus, wenn er fit genug fürs nächste Training ist oder Sie lieber eine Sportpause einlegen sollten.

Einsteiger sollten mit täglichem leichtem Training beginnen. Wer das Workout steigern möchte, sollte erst häufiger und dann länger trainieren. Fühlen Sie sich fit genug, können Sie die Trainingsintensität steigern.

Achtung: Frauen und Männer dürfen sich beim Gerätetraining zum Muskelaufbau zwischen Wiederholungen nicht zu viel Zeit lassen. Andernfalls minimiert sich der Trainingseffekt.

3. Regelmäßige Workouts wirken sich auf das allgemeine Wohlbefinden aus

Sport ist Mord, so sagen Skeptiker. Für andere ist Sport ein Allheilmittel, das Körper und Psyche positiv beeinflusst. Allerdings hat tägliches Workout auch negative Begleiterscheinungen.

Auswirkungen Effekt für Körper
Veränderung des Erbguts Regelmäßiges Training beeinflusst das Erbgut. Deshalb kann sportliche Aktivität vermutlich die Veranlagung für einige Erkrankungen abmildern.
Verletzungen Sport birgt eine hohe Verletzungsgefahr. Verletzungen wie Zerrungen oder Prellungen treten am häufigsten auf.
Muskelkater Muskelkater entsteht vermutlich durch kleine Muskelfaserverletzungen. Diese Auswirkung resultiert aus einer zu hohen Belastung oder ungewohnten Bewegungen. Es verbleiben keine Folgeschäden.
Aktivierung des Immunsystems Da der Körper durch Sport Botenstoffe ausschüttet, werden in Kombination mit Adrenalin Abwehrzellen aktiviert. Diese Abwehrzellen erreichen unter anderem Tumorgewebe.
Stärkung der Muskulatur Durch Krafttraining setzen Muskeln Botenstoffe frei, sogenannte Myokine. Diese Botenstoffe regen Stoffwechselvorgänge an, die entzündungshemmend sind oder Fett abbauen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie im Artikel der Apotheken-Umschau.

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