Boxverein: Vorteile vom Boxtraining im Verein

  • Das Training zu Hause kann den Besuch eines Boxvereins nicht ersetzen.
  • Neben dem Erlernen der richtigen Technik zeichnet sich ein guter Boxverein durch Zusammengehörigkeit und Spaß aus.
  • Bedenken Sie bei der Wahl eines Boxstudios, welche Ziele Sie verfolgen. Je nach Ausrichtung des Clubs stehen der Kampf im Ring oder der Fitnessaspekt im Vordergrund.

Boxen ist längst mehr als ein exotischer Sport für Männer. Immer mehr Frauen möchten Boxen lernen und besuchen dafür einen Boxverein.

Aber ist ein Boxverein unbedingt notwendig? Was macht den Unterschied zum Training zu Hause aus und mit welchen Kosten muss ich rechnen?

In unserem kurzen Ratgeber erfahren Sie, was Sie bei dem Besuch eines Boxclubs beachten sollten und inwieweit sich die einzelnen Trainingsstätten voneinander unterscheiden.

1. Boxtraining zu Hause und im Verein

boxer boxverband kampf

Boxen erfordert gegenseitigen Respekt und viel Disziplin.

Nicht jeder, der sich für den Boxsport interessiert, möchte direkt in einem örtlichen Boxstudio anfangen. Wenn Sie Boxen lernen möchten, können Sie sich grundlegende Techniken auch Zuhause aneignen. Besonders wichtig ist an dieser Stelle allerdings, dass Sie sehr konzentriert und gewissenhaft vorgehen und sich sehr gut selbst reflektieren können.

Steht Ihnen hingegen von Beginn an ein Trainer zur Seite, kann dieser Sie sehr schnell auf Fehler der Körperhaltung oder der Schlagtechnik hinweisen, sodass sich diese nicht einschleifen.

Gehen Sie also erst nach vielen Übungsstunden zu Hause das erste Mal in einen Boxverein, wird es Ihnen deutlich schwerer fallen, antrainierte Fehler in Zukunft zu vermeiden.

Sind Sie allerdings weniger an klassischem Boxtraining im Ring interessiert, sondern setzen eher auf Fitnessboxen, spricht nichts gegen ein paar kleinere Trainingseinheiten in den eigenen vier Wänden.

Tipp: Schauen Sie sich die örtliche Boxschule am besten einmal selbst an, um einen Einblick zu erhalten. Nach einem Probetraining wird es ihnen deutlich leichter fallen, sich für oder gegen diesen Boxverein zu entscheiden.

Einen kleinen Einblick in einen der derzeit erfolgreichsten deutschen Boxvereine finden Sie in diesem Video:

2. Boxverein ist nicht gleich Boxverein

gute chemie zwischen boxer und coach

Beim Besuch eines Boxvereins muss die Chemie mit dem Trainer stimmen.

Es gibt zahlreiche Clubs, die sehr gutes Training anbieten und Kurse für Frauen sowie für Kinder im Programm haben. Allerdings existieren auch einige Boxstudios, die sehr traditionell sind und bei denen wenig Wert auf Zwischenmenschlichkeit gelegt wird.

Sollte Ihnen Ihr Trainer also auf Anhieb eher unsympathisch sein, suchen Sie sich einen anderen Verein in der Stadt und sparen Sie sich den Beitrag.

In aller Regel werden Neulinge jedoch mit offenen Armen begrüßt und der Trainer nimmt sich viel Zeit, um Ihnen die Räume zu zeigen und das Training vorzustellen. Wenn Sie überlegen, ob Sie Mitglied werden sollten, bestehen Sie stets auf ein kostenloses Probetraining, um den Umgang miteinander hautnah zu erleben.

Der Sport erfordert sehr viel Vertrauen, sodass Sie nur dort trainieren sollten, wo sie sich gut aufgehoben fühlen.

Achten Sie darauf, ob sich die Trainingszeiten mit Ihrem Berufsleben gut vereinbaren lassen oder ob verschiedene Trainingsmöglichkeiten angeboten werden.

3. Die Kosten für den Besuch eines Boxvereins variieren stark

ausstattung boxclub

Gute Boxclubs verfügen über eine exzellente Ausstattung.

Leider fällt es schwer, konkrete Angaben zu den Preisen für einen Boxverein zu machen. Insbesondere Turnvereine, die lediglich über eine kleinere Boxabteilungen verfügen, sind meist besonders günstig, jedoch nicht unbedingt die erste Wahl, um effektiv zu trainieren. Je nach örtlichen Gegebenheiten können Sie hier mit Gebühren zwischen 15 und 25 Euro im Monat rechnen.

Reine Boxvereine oder Kampfsportschulen, die über eine bessere Ausrüstung und nicht nur über einen Boxsack und eine Boxbirne verfügen, sind mit Kosten zwischen 50 und 70 Euro Monat deutlich teurer. Dafür steht Ihnen jedoch auch ein erfahrener Trainer zur Seite.

Viele Trainer standen früher selbst im Boxring und wissen daher sehr genau, was sie früher einmal richtig oder auch falsch gemacht haben.

Teilweise erhalten Sie besondere Angebote, wenn Sie sich nicht nur monatlich an den Boxverein binden, sondern eine jährliche Mitgliedschaft abschließen. Sind Sie sich allerdings noch nicht sicher, ob Boxen der richtige Sport für Sie ist, versuchen Sie es zunächst mit einem monatlich kündbaren Abonnement.

4. Boxen fordert den ganzen Körper

boxen im verein lernen

Das Boxtraining im Verein besteht nicht nur aus Schlagtraining.

Um ein paar Runden im Boxring zu überstehen, müssen Sie sich eine gute Kondition erarbeiten, die von vielen Anfängern häufig unterschätzt wird. Kraft alleine hilft Ihnen nur relativ wenig, wenn die konditionellen und technischen Voraussetzungen nicht stimmen.

Besonders die Körpermitte ist von entscheidender Bedeutung, da die Schlagwirkung stehs aus dem ganzen Körper herauskommt und nicht lediglich aus den Armen. Um ein erstes Gefühl für den Körpereinsatz zu bekommen, können Sie auch das Schattenboxen trainieren.

Über kurz oder lang sollten Sie jedoch auch mit einem Partner arbeiten, sodass Sie ein Feedback erhalten und Ihr Distanzgefühl verbessern können. Neben dem Verbessern körperlicher Fitness eignet sich Boxen auch dafür Stress ab- und Selbstvertrauen aufzubauen.

Achtung: Aufgrund klarer Regeln und einer Schutzausrüstung im Sparring sind Sie vor Verletzungen im Training relativ gut geschützt. Dies gilt allerdings nicht für Wettkämpfe, bei denen es häufiger zu Verletzungen kommen kann.


Bildnachweise: Rob/Adobe Stock, master1305/Adobe Stock, Africa Studio/Adobe Stock, BlueSkyImages/Adobe Stock, peshkov/Adobe Stock (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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