Die Mythen rund um den Muskelkater

Jeder hat ihn schon einmal gehabt. Einen schmerzhaften Muskelkater, der jede Bewegung zur Qual macht. Alltägliche Handlungen wie Zähne putzen oder Treppen steigen werden zum schmerzhaften Unterfangen und nicht selten wird ein Muskelkater als Banalität abgetan, die zum Sport irgendwie dazu gehört.

Doch manchmal kann sich ein vermeintlicher Muskelkater als ein Muskelfaserriss herausstellen, der eine ärztliche Behandlung erfordert. Um den Unterschied erkennen zu können, sollten besonders Sportler einen Muskelkater korrekt bewerten können und sich über die Mythen rund um den Muskelkater informieren.

Wie entsteht eigentlich Muskelkater?

Wer nach einer intensiven Bewegungseinheit einen Muskelkater erleidet, hat es mit dem sportlichen Ehrgeiz etwas übertrieben und seinen Muskeln winzige Verletzungen an den Muskelfasern zugefügt. Durch eine erhöhte Belastung werden laut Medizinern die Muskelfibrillen gereizt und verletzt, wodurch der Muskel anschwillt, was wiederum die typischen Muskelschmerzen verursacht.

In der Regel ist es so, dass der Muskelkater zwei Tage nach der Überlastung der Muskeln einsetzt und bis zu sieben Tage andauern kann. Vermeiden lässt sich der unangenehme Muskelschmerz nur, wenn der Sportler nicht übertreibt und auf einem möglichst geringen Level trainiert. Eine langsame Steigerung der Trainingseinheiten und Schwierigkeitsgrade ist empfehlenswert.

Die größten Mythen vom Muskelkater

Der am stärksten verbreitete Mythos rund um den Muskelkater ist die Ansicht, dass durch Dehnen der Muskelkater vorgebeugt wird. Zwar sollten sich Sportler vor dem Training ausreichend aufwärmen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren, allerdings schützt dies nicht vor einem Muskelkater. Dennoch ist laut Sportwissenschaftlern ein gutes Dehnen und Stretching vor dem eigentlichen Training wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden.

Eine ebenso bekannte Theorie hinsichtlich des Muskelkaters ist die stark vertretende Meinung, dass nur diejenigen Muskelkater bekommen, die auch richtig und ordentlich trainieren. Doch auch hierbei handelt es sich um einen Irrtum, denn ein Muskelkater ist ein klares Zeichen dafür, dass dem Körper zu viel zugemutet wurde und er das angesetzte Leistungspensum nicht schafft.

Sehr viel besser ist es, wenn der Sportler mit seinem Training erst langsam beginnt und sich langsam steigert.

Was hilft bei Muskelkater?

Viele Menschen glauben, dass ein Weitertrainieren nach einem Muskelkater hilfreich ist, um diesem entgegenzuwirken. Doch auf ein hartes Weitertrainieren sollten Sportler möglichst verzichten, denn dies lindert den Muskelkater nicht, sondern verstärkt ihn noch zusätzlich.

Stattdessen sollten Muskelkatergeplagte ein leichtes Training absolvieren oder einfach einen Spaziergang machen. Sich nach einem Muskelkater gar nicht zu bewegen, ist jedoch auch keine Lösung.

Auch Massagen verschaffen keine Erleichterung, sondern verstärken eher noch die Symptome und sind demnach auch nicht zu empfehlen. Auch Schmerzmittel lassen einen Muskelkater nicht schneller verschwinden, können aber den Schmerz minimieren.

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Bildnachweis: Photodisc


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